[Rezension] Ewig durch die Zeit - Sheila Reynolds



Titel: Ewig durch die Zeit
Autorin: Sheila Reynolds
Verlag: Dark Diamonds
Seitenzahl: 341
ISBN: 
978-3-646-30096-3
Band: 1 von 3

Ewig-Saga
01 Ewig durch die Zeit
02 Ewig auf der Suche (ET 09/2018)
03 Ewig an deiner Seite (ET 12/2018)




"Gavin, glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?"
"Jetzt schon", antwortete er völlig ernst und gab ihr zärtlich einen Kuss auf die Stirn.
(S. 90)


Olivia hat eine besondere Gabe: Sie kann die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen spüren. Das kommt ihr sehr gelegen, da sie davon träumt, einen Lehrberuf auszuüben. Ansonsten ist sie eine ganz normale Studentin. Bis sie in der Cafeteria ihrer Uni auf einen Unbekannten trifft, in den sie sich Hals über Kopf und unsterblich verliebt. Danach verfolgen sie plötzlich Flashbacks, Erinnerungen aus früheren Zeiten - und immer kommt darin Gavin vor - der Unbekannte aus der Cafeteria...

Vom Cover und dem Klappentext angelockt, habe ich mich an die Geschichte gewagt und auf eine schöne, romantische und ein klein wenig magische Story gehofft. Leider konnte mich das Buch so gar nicht abholen... Angefangen beim Schreibstil, über die Story, die Charaktere und das ganze Drum Herum habe ich eigentlich kaum was Positives zu sagen. Was mir sehr leid tut. Ich versuche, das alles sachlich darzulegen.

Beginnen wir beim Schreibstil. Man sagt ja, Übung mache den Meister. Und obschon die Autorin schon mehrere Werke veröffentlicht hat, hatte ich hier das Gefühl, dass es aus Ihren Anfängen stammt. Denn der Stil ist so ... unspektakulär und irgendwie einfach fad. Als Erzählperspektive wurde der Personale Erzähler (auf die Protagonistin angewandt) und manchmal gefühlt der neutrale Erzähler gewählt. Mir persönlich gefällt das gar nicht, da die Geschichte sehr oberflächlich und emotionslos wiedergegeben wird. Und da so die Namen immer und immer wieder wiederholt werden. Ich habe meinen Tolino nachzählen lassen. Olivia kommt sage und schreibe 960 Mal vor, Lavie 470 Mal und Gavin 462 Mal. Das bedeutet, dass von der ganzen Geschichte tatsächlich 1'892 Worte nur die Namen der drei Hauptprotas sind. Spitznamen und Umschreibungen sind halt manchmal doch nicht so schlecht...

Kommen wir zur Handlung. Die ist irgendwie... inexistent. Olivia trifft auf Unbekannten, Olivia hat ein Flashback, Olivia spricht mit ihrer Freundin, Olivia trifft auf Gavin, Olivia hat ein Flashback, Olivia spricht mit ihrer Freundin... so der Turnus des Geschehens. Action kommt erst gegen Ende hin auf, wobei das mir persönlich dann zu viel des Guten und irgendwie unpassend in dieser Geschichte war.

Die Protagonisten konnten mich leider auch nicht überzeugen. Olivia ist das brave Mädchen von nebenan, das allen helfen will und immer nur Gutes tut. Lavie ist die super quirlige und doch unglaublich zuverlässige und verständnisvolle beste Freundin. Gavin ist der ultrascharfe Typ mit dem guten Herzen und dem sanften Gemüt. Und sein Bruder Leo der typische freche Skaterboy, der aber auch einen weichen Kern in sich hat. Ja, das war's eigentlich schon. Keine Tiefe, keine Entwicklung, nichts. Olivia ist von Gavin abhängig, Gavin von Olivia und ja - auch wenn das vorherbestimmt sein sollte, ist es leider einfach nicht spannend. Es gibt nur das ganz grosse Böse und die absolut Guten, keine Schattierungen, keine Abweichungen nichts. Und die grosse Liebe natürlich.

Die Idee hinter der Geschichte hätte Potential gehabt. Mich konnte aber weder die Story, noch die Charaktere, noch sonstwas abholen. So leid es mir tut, aber ich musste mich durch die Geschichte quälen; für mich ein Totalflop.



An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag
für das Rezensionsexemplar bedanken!


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