Donnerstag, 16. Juni 2016

[Rezension] Smaragdgrün - Kerstin Gier (Hörbuch)

Titel: Smaragdgrün
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Arena
Seitenzahl: 487
ISBN: 
978-3-401-06348-5
Band: 3 von 3

Reihe
Edelstein-Trilogie
3. Smaragdgrün


Wenn man liebt, ist der andere plötzlich wichtiger, als man selber.
(S. 67)


Gwen ist verzweifelt: war das Liebesgeständnis von Gideon bloss ein billiger Trick? Während sie sich von ihrem Herzschmerz leiten lässt, hat das Schicksal aber andere Pläne mit ihr. Und so muss sie sich wieder in die Vergangenheit begeben und endlich das Geheimnis um ihre eigene Rolle in der gross angelegten Verschwörung des Grafen von Saint Germain lüften.

Da der dritte und letzte Teil der Trilogie noch nicht als Taschenbuch erhältlich ist, bin ich auf das Hörbuch ausgewichen. Dies hat mich sehr gut unterhalten, die Sprecherin hat ihre Sache wirklich gut gemacht und sowohl den Charakteren anständig Leben eingehaucht, als auch die Spannung toll untermalt.

Gwen hat mit Herzschmerz zu kämpfen, doch sie kann sich nicht einfach verkriechen wie andere Teenager. Denn es gibt ein grosses Geheimnis zu lösen, in dem Gwen eine nicht unbeachtliche Rolle spielt. Und plötzlich ist Gwen eher Gejagte als Jägerin. Zum Glück stehen ihr Leslie und Xemerius stets zur Seite.

Alle Fäden führen in diesem letzten Band zusammen, alle Fragen werden geklärt, alles aufgelöst. Alles in allem ein gelungener Abschluss. Dennoch war für mich alles ein wenig zu vorhersehbar, vor allem gerade das Geheimnis um Gwen - das hatte ich dank des Spoilers im Epilog von Band 1 schon recht früh begriffen und so war die Auflösung eher ein "ja ne, is' klar"-Moment, als ein Aha-Moment...

Obschon ich Happy Ends sehr mag, kann ich diesem hier aber nichts abgewinnen. Denn es ist ein richtiges happy Happy End, oder ein overly happy Happy End. Also alles ein bisschen too much, die Bösen besiegt, die guten sind noch besser als zuvor und so weiter und so fort. Man kann es auch übertreiben mit Happy Endings...

"Smaragdgrün" spielt wie die Vorgänger immer in etwa an den selben Orten; im Gebäude des Ordens, in Gwen's Zimmer, in der Vergangenheit. Hier gab es nicht wirklich viel Neues, dennoch hat mir alles wieder gut gefallen und die historischen Kleinigkeiten fand ich sehr interessant und unterhaltsam.

Gwen ist eine sympathische Protagonistin, ein typischer Teenie. Herzschmerz und Selbstmitleid inklusive. Hat mich hier aber nicht so sehr gestört, wie schon in anderen Büchern. Die kämpferische Seite, die ich mir in Band 2 gewünscht hatte, ist auch hier nicht wirklich hervor gekommen, was ich etwas schade finde.

Gideon und ich werden nicht warm miteinander. Er ist mir trotz der Auflösung und des Happy Ends nicht geheuer und ich traue ihm nicht. Und süss finde ich ihn auch nicht. Tja, halt Geschmackssache ;-)

Xemerius hat mich in diesem Teil stellenweise etwas genervt, seine Witze wirken etwas erzwungen. Dennoch konnte ich das ein oder andere Mal schmunzeln.

Ein Finale, das alle offenen Fragen beantwortet. Trotz Spannung, Humor und Liebe, hat mir dieser Band aber am wenigsten gefallen, vielleicht einfach, weil ich mir als Auflösung eine Überraschung gewünscht hätte. Für mich war es aber recht vorhersehbar. Dennoch ein netter Abschluss für diese süsse, leichte Trilogie.

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