Sonntag, 2. August 2015

[Rezension] Bittersweet - Miranda Beverly-Whittemore

Titel: Bittersweet
Autorin: Miranda Beverly-Whittemore
Verlag: Insel Verlag
Seitenzahl: 418
ISBN: 
978-3-458-36070-4
Originaltitel: Bittersweet


Klappentext:
Ev Winslow ist reich, beliebt und wunderschön. Alles, was ihre College-Zimmergenossin Mabel nicht ist. Umso mehr freut sich Mabel, als Ev sie einlädt, den Sommer mit ihr in Bittersweet zu verbringen, ihrem eigenen Ferienhäuschen auf dem Landsitz der Winslows in Vermont. Mabel geniesst die windzerzausten Segeltörns, das mitternächtliche Schwimmen, Sommerfeste unterm Sternenhimmel, an dem ein Feuerwerk strahlt. Bevor sie weiss, wie ihr geschieht, hat sie alles, wovon sie je geträumt hat: Freunde, die erste Liebe, und zum ersten Mal in ihrem Leben das Gefühl, dazuzugehören. Doch auf die ungetrübten, flirrenden Tage fällt ein Schatten, als Mabel eine schreckliche Entdeckung macht, und sie entscheiden muss, ob sie aus dem Paradies 
                                                    vertrieben werden will – oder die dunklen Geheimnisse der Familie bewahrt, um endlich 
                                                    eine der ihren zu werden.



Rezension


Mabel kann ihr Glück kaum fassen, als ihre schwerreiche Mitschülerin und Zimmergenossin Ev Winslow sie einlädt, die Sommerferien auf dem Landsitz "Winloch" ihrer Familie zu verbringen. Dort angekommen, erwarten Mabel warme Tage am See, Ausflüge zu verborgenen Buchten, pompöse Familienfeiern und die erste Liebe. Doch langsam lernt Mabel den Landsitz "Winloch" und seine Bewohner besser kennen - und entdeckt, dass furchtbare Geheimnisse das Leben der Winslow-Familie bestimmen. Im Auftrag einer etwas schrulligen Tante soll sie Beweise finden, die die unantastbare Macht der Familie endgültig beseitigen wird. Mabel muss sich entscheiden, wer sie wirklich ist, und wer sie sein will.

In der Ich-Perspektive aus Mabels Sicht hat die Autorin einen rasanten, fesselnden und oft überraschenden Roman geschrieben. Der Schreibstil lässt sich - auch dank der kurz gehaltenen Kapitel - flüssig lesen, die Spannung wird immer mehr aufgebaut, bis sie zum Schluss hin kaum auszuhalten ist.

Die Charaktere aus "Bittersweet" haben viel Tiefe, manche gehen eine unglaubliche Entwicklung durch, verändern sich, wachsen an den Geschehnissen - oder gehen daran zu Grunde. Der Hauptcharakter Mabel hat mir sehr gut gefallen, die junge Frau war mir von Anfang an sympathisch und auf der Suche nach sich selbst muss sie viel durchmachen, ich konnte mich richtig mit ihr freuen aber auch fürchten. Vor allem die kleine Schwester von Ev - Luvinia "Lu" Winslow - ist mir ans Herz gewachsen. Sie ist obschon naiv doch sehr erwachsen und zeigt ein tolles Wissen und Engagement in Sachen Umwelt und Natur.

Die Autorin hat mit Winloch ein wunderbares Stück Natur erschaffen. Mit einer sehr poetisch anmutenden Sprache hat sie eine glaubhafte Atmosphäre geschaffen, ich konnte die Wellen des Sees rauschen, die Vögel zwitschern hören, die Blumen und den Wald riechen und die Sonne auf meiner Haut fühlen.

"Bittersweet" ist definitiv lesenswert, für mich eines meiner Jahreshighlights bisher!


5 von 5 Cupcakes

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