Sonntag, 19. Juli 2015

[Rezension] Der Herr der Tränen - Sam Bowring

Titel: Der Herr der Tränen
Autor: Sam Bowring
Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 448
ISBN: 978-3-442-26943-3
Originaltitel: The Legacy of Lord Regret
Reihe: The Strange Threads, Band 1 von 2

Klappentext:
Ein alter Krieger darf nicht auf Frieden hoffen
Rostigan ist des Kämpfens müde. Den Ruhm, den er in zahlreichen Schlachten erworben hat, hat er nie gewollt. Dennoch weicht die Bardin Tarzi, die ein Lied über seine nächste Heldentat verfassen möchte, nicht von seiner Seite. Da erreichen sie das einst so prächtige Silberstein, doch die grosse Stadt mit den weissen Türmen wurde vollständig vernichtet. Rostigan erkennt, dass Tarzis Wunsch erfüllt werden wird. Er wird sich einer neuen Gefahr stellen müssen, der grössten überhaupt vorstellbaren. Die Wächter sind 

                                                    zurückgekehrt!



Rezension


Der alte Krieger Rostigan zieht mit seiner Bardin Tarzi durch die Gegend, als die beiden das Verschwinden einer ganzen Stadt bemerken. Tarzi versteht die Welt nicht mehr, doch Rostigan befürchtet das Schlimmste. Und er soll recht behalten, denn bald stellt sich heraus, dass die Wächter zurück in die Welt gekehrt sind und die grosse Magie doch nicht so geheilt ist, wie sich das alle gewünscht haben. 

Ein äusserst origineller Roman. Sam Bowrings Art die Magie darzustellen hat mich echt "verzaubert", seine Idee, dass alles aus ineinander verwobenen Fäden besteht, die von den Magiern (hier "Fadenwirker" genannt) bewegt werden können, finde ich aussergewöhnlich und mal eine nette Abwechslung. 

Rostigan gibt einen liebenswürdigen alten Helden ab, seine hübsche Bardin Tarzi als (meiner Meinung nach ziemlich aufdringliche) Motivation. Sowieso gelingt es dem Autor seine Charaktere lebhaft zu beschreiben; den übereifrigen König Braston, die nachdenkliche und demütige Priesterin Yalenna und natürlich die mehr oder weniger bösen Gegner, die es zu bekämpfen gilt. 
Viele tolle neue Ideen und ab und zu eine Prise Romantik und Humor und schon ist dem Autor ein aussergewöhnlicher Roman gelungen. 

Es gibt einzelne, sehr detaillierte, sadistische Szenen, aber ich fand diese genau richtig, um die Boshaftigkeit darzustellen, den Wahn, in dem sich der schlimmste aller Wächter befindet. 
Wer ein schwaches Gemüt hat sollte trotzdem nicht zu diesem Roman greifen. 

Ich freue mich auf Band zwei und bin gespannt, was der Autor aus der Geschichte machen wird.


4 von 5 Cupcakes

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen